Nachrichten
10.08.2017 - St. Stephanus
Dienstag, 15. 08.2017
Ein alter Brauch soll wieder aufleben
Kräutersammeln mit Christine Pommerer (ab 13:30 Uhr) und Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt in der St. Urbankapelle in Kleinaspach um 18:00 Uhr 
<< mehr >>


05.07.2017 - St. Stephanus
Pfarrer Hans Paul ist am Dienstag, 04. Juli gestorben.
die Beerdigung findet am Dienstag, 11. Juli um 13:15 Uhr auf dem Friedhof in Horkheim statt.

In Oppenweiler findet am Samstag, 15. Juli um 15:00 Uhr ein Requiem mit anschließendem Beisammensein statt. Dazu sind alle herzlich eingeladen. 
<< mehr >>


02.06.2017 - St. Stephanus
 
<< mehr >>


St. Stephanus / St. Joseph » Kirchenmusik

Orgel in St. Stephanus

Orgel in St. Stephanus
 
Kontakt:
Uwe Weiser
Tel.: 07191 - 366138

Kurzinfos:
Unsere alte Orgel wurde bereits abgebaut und in eine Kirchengemeinde in Polen transportiert. Die Bilder des Abbaus sind über den folgenden externen Link verfügbar: Link
Es ist unüberhörbar: Unsere Orgel ist in die Jahre gekommen.
Konnten wir Organisten in den vergangenen Jahren durch allerlei Mogeleien die akustischen Folgen mancher aufgetretener Fehlfunktionen noch verschleiern, ist dies inzwischen nicht mehr möglich.

Doch wie kann das sein?
Orgeln können doch mehrere hundert Jahre alt werden!


Prinzipiell ja - dies gilt aber nicht für Orgeln mit elektrischen Spieltrakturen (=elektrische Übertragung des Tastendrucks am Spieltisch auf Tonventile bei den Pfeifen).
Solche Orgeln wurden bevorzugt in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts - und auch noch bei uns in Oppenweiler - gebaut.
Verständlicherweise war nach dem Bau der neuen Kirche und des Gemeindezentrums bei der Anschaffung der Orgel Sparsamkeit oberstes Gebot.
Daher wurde unsere Orgel in einer Weise (elektrisch, ohne Gehäuse, ohne Schwelltüren und mit einer fragwürdigen Disposition) konstruiert, die bereits damals nicht mehr Stand der Technik und der liturgischen bzw. musikalischen Erfordernisse war.
Spätere Veränderungen machten die elektrische Anlage noch störanfälliger. Erste Teilausfälle der Orgel sind bereits seit 1993 dokumentiert.
Diese Fehlfunktionen konnten in den vergangenen Jahren auch die Orgelbauer nicht beheben, welche die Orgel warteten.

Doch verwunderlich sind die Probleme mit unserer Orgel eigentlich nicht: Welches elektrische Gerät in Ihrem Haushalt ist seit 30 Jahren fehlerfrei im Dienst?

Derzeit befassen sich Orgelbauer und Sachverständige mit unserem Instrument:
Eingebunden sind unser Regionalkantor Reiner Schulte (Backnang) und der zuständige Orgelsachverständige Johannes Mayr (Stuttgart).
Dabei wird untersucht, ob eine Reparatur möglich und überhaupt sinnvoll ist.
Denn zu den akuten Schäden kommen noch folgende konstruktionbedingten Probleme hinzu:

1. Die Orgel ist zu laut: Ein meditatives Spiel als Begleitung zu Texten oder während der Kommunion ist unbefriedigend laut oder eintönig, da hierfür nur ein einziges Register halbwegs geeignet ist. Insbesondere fehlt ein Schwellwerk (Pfeifenwerk, welches in einen Kasten gesetzt ist, der aufgrund verschließbarer Türen eine stufenlose Lautstärkeregulierung ermöglicht). Auch die Begleitung von Sängern oder einzelnen Instrumenten ist oft zu laut.

2. Die Stimmung und gelegentliche kleinere Reparaturen in der Orgel sind extrem gefährlich - und unterbleiben daher in vielen Fällen: Durch die (insbesondere gehäuselose) Anordnung der Pfeifen sind viele verstimmte oder z.B. klappernde Pfeifen nur schwer zugänglich. In ungesicherter Höhe müssten mehrere Pfeifen ausgebaut werden, um an die jeweilige Problempfeife überhaupt gelangen zu können. So ist z.B. seit Monaten im Register Subbass 16' der Ton fis um beinahe einen Halbton verstimmt - ein Ton, den man für etwa die Hälfte aller Kirchenlieder dringend benötigt. Eigentlich sollte in solchen Fällen der Organist für Abhilfe sorgen können - bei dem hier so aufwendigen und gefährlichen Unterfangen entscheidet man sich aber dann doch lieber dafür, dass es so klingt, als hätte man sich im Pedal verspielt...

3. Die Disposition der Orgel (= die Zusammenstellung der in die Orgel eingebauten Register, d.h. die typischen Klangfarben und Lautstärkegrade der Pfeifen) ermöglicht weitgehend nur das Spiel barocker und moderner Kompositionen; Werke der Romantik sind kaum darstellbar. Zwar wurde vor 17 Jahren eine Zungenstimme nachgerüstet, doch dieses "Kompromissregister" ist weder als strahlende Trompete, noch als romantische Klarinette/Oboe brauchbar. Auch hier macht sich das fehlende Schwellwerk wieder schmerzlich bemerkbar.

4. Die gehäuselose Anlage der Orgel ist dem Instrument schädlich und musikalisch unbefriedigend: Gerade aufgrund der Umluftheizung in unserer Kirche leidet das ohne Gehäuse schutzlose Pfeifenwerk unter dem schnellen Aufheizen und dem umgewälzten Staub. Verunreinigungen und z.Tl. erhebliche Verstimmungen sind die Folge.
Auch fehlt das Gehäuse als Resonanz- und Verschmelzungsraum für die erklingenden Pfeifen.

5. Belässt man die elektrische Spieltraktur, so sind in absehbarer Zeit weitere neue Fehler zu erwarten. Die Schnelllebigkeit elektronischer Produkte wird dann (wie auch schon heute) eine Reparatur erschweren - zumal es immer schwieriger wird, Orgelbauer zu finden, die die alten elektronischen Anlagen überhaupt noch warten können.
© Kirchengemeinde Oppenweiler/Aspach - 2017